Fertigungstechnologie
JIN-TIs Kernkompetenzen: 40 Jahre Werkzeugstahlexpertise × Japanische 5-Achs-Anlagen × Automatisierte Messtechnik × Roboterarm-Kollaboration
Technologieübersicht
JIN-TI Industrial mit Sitz in Changhua, Taiwan, ist seit über 40 Jahren auf die Präzisionsbearbeitung von Werkzeugstahl spezialisiert. Unser Werk vereint die Kernprozesse unter einem Dach: CNC-Fräsen, japanische 5-Achs-Bearbeitung, Präzisions-Drahterodieren, Schleifen und Anlassbehandlung — unterstützt durch automatisierte Messsysteme und Roboter-Fertigungslinien, von der Materialauswahl bis zum fertigen Teil.
Mit Toleranzen im Bereich von ±0,01 mm und einem Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 beliefern wir internationale Kunden in drei Branchen: Nähmaschinen, Halbleiterausrüstung und Medizintechnik. Jede Charge ist durch vollständige Produktions- und Prüfdokumentation rückverfolgbar.
Japanische 5-Achs-CNC-Bearbeitung
Unsere Fertigung ist mit hochwertigen japanischen 5-Achs-Fräsmaschinen ausgestattet, die komplexe Geometrien mehrseitig in einer einzigen Aufspannung bearbeiten. Im Vergleich zur 3-Achs-Bearbeitung mit wiederholtem Umspannen reduziert dies kumulative Positionierfehler erheblich — für stabilere Genauigkeit und gleichmäßigere Oberflächenqualität.
Diese Fähigkeit eignet sich besonders für geometrisch komplexe, eng tolerierte Nähmaschinen-Mechanikteile und Halbleiterausrüstungskomponenten. CAM-Programmverwaltung und Werkzeugstandzeitkontrolle sichern die Reproduzierbarkeit in der Serienfertigung.
Automatisierte Messsysteme
Automatisierte Messtechnik begleitet den gesamten Fertigungsprozess und digitalisiert Qualitätsdaten mit automatisierten Bildmesssystemen und mehrachsigen Präzisionsmessgeräten. Die Ergebnisse fließen in Echtzeit an die Fertigung zurück, sodass Maßabweichungen erkannt werden, bevor Chargenfehler entstehen.
Kritische Maße werden gemäß Prüfplan zu 100 % oder stichprobenartig geprüft; Messprotokolle können jeder Lieferung beigelegt werden.
KI-gestützte Oberflächenprüfung
Maße übernimmt die Messtechnik, das Erscheinungsbild die KI. JIN-TI trainiert Bildmodelle mit echten Produktionsaufnahmen zur Beurteilung der Werkstückoberfläche — nicht nur i.O./n.i.O., sondern Position, Klasse und Konfidenz jedes Fehlers. Für unterschiedliche Bereiche wie Fasen, Bohrungskanten und Schweißpads werden getrennte Modelle aufgebaut, weil sich die Fehlerbilder dort tatsächlich unterscheiden; ein einziges Modell über alle Bereiche verschlechtert die Genauigkeit überall.
Die Modelle werden im ERP versioniert: Jede Version hält Trainingszeitpunkt und Genauigkeit fest und ist mit dem Prüfbeleg verknüpft. Damit lässt sich für jede Charge zurückverfolgen, welche Modellversion sie beurteilt hat — der übliche Einwand gegen KI in der Qualitätssicherung lautet „Was gilt für frühere Beurteilungen, wenn das Modell ausgetauscht wird?“, und darauf haben wir eine Antwort.
KI-Prüfung und menschliche Beurteilung laufen parallel. Das Modell hebt verdächtige Teile hervor, die Entscheidung trifft der Prüfer. Ziel ist nicht, Menschen zu ersetzen, sondern ihre Aufmerksamkeit auf die Teile zu lenken, die wirklich eine Beurteilung brauchen.
Roboterarm-Kollaboration
Roboter-Fertigungslinien übernehmen repetitive Arbeitsgänge wie Be- und Entladen, Transfer und Schleifen — für stabile Taktzeiten und weniger menschliche Streuung, während sich Fachkräfte auf Prüfung und Maschineneinrichtung konzentrieren.
Flexible Linienkonfigurationen aus Automation und Handarbeit sichern Qualität und Liefertreue sowohl bei kleinen Losgrößen mit hoher Variantenvielfalt als auch bei Großserien.
Werkzeugstahlbearbeitung & Wärmebehandlung
Vier Jahrzehnte Werkzeugstahlerfahrung bilden das Fundament von JIN-TI. Wir kennen das Bearbeitungs- und Wärmebehandlungsverhalten gängiger Werkzeugstähle wie SKD11, SKD61 und HSS. In unserem hauseigenen Anlassofen führen wir Anlassen und Spannungsarmglühen durch, ergänzt durch induktive lokale Wärmebehandlung je nach Bauteil — für Maßhaltigkeit und gegen Verzug im Einsatz.
Wo Verschleißfestigkeit gefragt ist, erhöht eine PVD-Beschichtung durch unsere langjährigen Partnerbetriebe Oberflächenhärte und Abriebfestigkeit und verlängert die Lebensdauer stark beanspruchter Komponenten; Schichttyp und Spezifikation gibt JIN-TI vor und prüft sie bei Wareneingang.
Laserschneiden und Laserschweißen
Faserlaserschneiden wird für Blech bis 3 mm eingesetzt. Härtemessungen belegen, dass im Bereich neben dem Schnitt keine Anlassweichung auftritt — die Schneidenhärte wird durch den Schneidprozess nicht gemindert. Für Klingenbauteile, die erst nach der Wärmebehandlung getrennt werden, ist das eine entscheidende Voraussetzung.
Laserschweißen verarbeitet Blech bis herunter zu 0,25 mm, mit nur leichter Nahtzeichnung und ohne Verbrennungsschwärzung. Die Schweißparameter werden nicht nach Erfahrung eingestellt: Eine Prozessfenster-Studie fährt das Raster aus Laserleistung und Schweißgeschwindigkeit ab, bewertet das Ergebnis jeder Kombination und legt erst danach die Standardbedingung fest.
Dieser Schweißprozess hat die IQ-/OQ-/PQ-Validierung abgeschlossen und ein Lieferantenaudit vor Ort innerhalb der Lieferkette einer europäischen Medizintechnikmarke bestanden. Das Audit war so streng, dass selbst die Oxidationsverfärbung der Schweißnaht Teil der Abnahmekriterien war — ebenso Grat und Endenform. Die Verbindungsfestigkeit wird auf unserer werksinternen Zugprüfmaschine gegen den Kundenstandard geprüft; alle Proben bestanden.
Prozessintegration und Lieferkettenkontrolle
Kernprozesse — Materialauswahl, Vor- und Feinbearbeitung, Präzisions-Drahterodieren, Schleifen, Anlassen und lokale Wärmebehandlung sowie Messtechnik — laufen im eigenen Haus. Härten, PVD-Beschichtung und Stanzen übernehmen langjährige Partnerbetriebe nach Spezifikation von JIN-TI, mit Wareneingangsprüfung bei Rücklieferung.
Auch ausgelagerte Schritte liegen in derselben ERP-Rückverfolgbarkeitskette: Jede Charge trägt eine eigene Belegnummer, über die sich Partnerbetrieb, Bearbeitungslos und Prüfergebnis zurückverfolgen lassen. Ein Prozess außerhalb der eigenen Mauern ist nicht automatisch außerhalb der Kontrolle — entscheidend ist, ob jede Stufe dokumentiert wird.